Testimonial-Video: Wie eine Kundenstimme glaubwürdig wird
Wie du passende Kunden auswählst, das Gespräch vorbereitest und vor dem Drehtag Einsatz, Fassungen und Freigabe abstimmst.
Stockfoto: magnific / Magnific. Beispielhafte Darstellung, keine Aufnahme eines eigenen Kundenprojekts.
Glaubwürdig wird ein Testimonial-Video, wenn ein echter Kunde in eigenen Worten erklärt, wie seine Ausgangslage war, welche Bedenken er hatte und wie er die Zusammenarbeit erlebt hat. Konkrete Situationen helfen Interessenten, diese Erfahrung einzuordnen. Auswendig gelernte Sätze und allgemeines Lob beantworten ihre Fragen kaum.
Wie sieht eine echte Kundenstimme aus?
Ein Beispiel aus meinen Projekten ist die Kundenstimme für MK Börsenhandel, einen Anbieter von Premium-Tradingstrategien. Das Video dauert 3:59 Minuten. Es erzählt die Entwicklung vom Einstieg ins Trading bis zu selbstständigen Handelsentscheidungen, greift dabei die anfänglichen Bedenken offen auf und thematisiert die Betreuung über einen längeren Zeitraum.
Kundenstimme für MK Börsenhandel ansehen
Für deine eigene Planung ist an diesem Beispiel weniger das Thema interessant als die Machart:
- Die Bedenken kommen vor. Konkrete Bedenken können Interessenten helfen, eine Erfahrung einzuordnen. Entscheidend ist, dass die Aussage ehrlich und nachvollziehbar bleibt.
- Es wird eine Entwicklung erzählt. Statt einer einzelnen Aussage zeigt das Video einen Weg über Zeit. Das macht nachvollziehbar, wie die Zusammenarbeit tatsächlich abläuft.
- Es spricht ein echter Kunde. Erzählt wird eine eigene Erfahrung, kein allgemeines Werbeversprechen.
Wichtig bei jeder Kundenstimme: Sie zeigt die Erfahrung eines Kunden, keine Garantie für alle anderen. Die Aussage sollte deshalb bei dem bleiben, was der Kunde selbst erlebt hat.
Was macht eine Kundenstimme glaubwürdig?
- Eigene Worte. Die Aussagen kommen vom Kunden, nicht aus einem vorbereiteten Text.
- Eine konkrete Situation. Was war vorher das Problem, was wurde entschieden, wie lief es dann?
- Beobachtbare Veränderungen statt Superlative. „Wir müssen im Gespräch weniger erklären“ sagt mehr als „einfach super“.
- Eine erkennbare Person. Name, Funktion und Unternehmen sind sichtbar, sofern der Kunde damit einverstanden ist.
- Ein Schnitt, der verdichtet, aber nichts verdreht. Gekürzt wird, damit das Video auf den Punkt kommt. Die Aussage selbst bleibt die des Kunden.
Welche Kunden eignen sich für ein Testimonial?
Nicht jeder zufriedene Kunde ist automatisch der richtige. Gut geeignet sind Kunden, die
- die Leistung tatsächlich genutzt haben und beschreiben können, was sich dadurch verändert hat,
- den Kunden ähneln, die du gewinnen möchtest, etwa in Branche, Unternehmensgröße oder Ausgangslage,
- die Zusammenarbeit noch gut in Erinnerung haben,
- bereit sind, mit Namen und Unternehmen aufzutreten.
Kameraerfahrung ist dagegen keine Voraussetzung. Wer in einem ruhigen Gespräch über eigene Erfahrungen spricht, wirkt meist natürlicher als jemand, der geübt präsentiert.
Planst du mehrere Kundenstimmen, lohnt sich ein Blick auf die häufigsten Fragen deiner Interessenten. Dann kann eine Stimme zum Beispiel über den Ablauf sprechen, eine andere über Zuverlässigkeit und eine dritte über die Entscheidung trotz anfänglicher Zweifel. So beantwortet jedes Video etwas anderes, statt dass alle dasselbe sagen.
Welche Fragen helfen im Interview?
Diese möglichen Interviewfragen helfen, Ausgangslage, Entscheidung und Erfahrung zu erklären. Wähle die Fragen passend zu deinem Angebot und zum Kunden aus und lasse Raum für Nachfragen. Die Antwort wird nicht vorgegeben.
Ausgangslage
- Wie sah die Situation aus, bevor wir zusammengearbeitet haben?
- Was hat dich dazu gebracht, nach einer Lösung zu suchen?
Bedenken und Entscheidung
- Welche Bedenken hattest du vor der Zusammenarbeit?
- Was hat am Ende den Ausschlag gegeben?
Zusammenarbeit
- Wie lief die Zusammenarbeit konkret ab?
- Was war anders, als du es erwartet hattest?
Veränderung
- Was hat sich seitdem verändert?
- Woran merkst du das im Alltag?
Empfehlung
- Für wen würdest du die Zusammenarbeit empfehlen, und für wen eher nicht?
- Was würdest du jemandem sagen, der gerade vor derselben Entscheidung steht?
Da die Fragen im fertigen Video meist nicht zu hören sind, hilft es, wenn die Antwort den Zusammenhang kurz selbst aufgreift. Darauf kann man vor dem Gespräch freundlich hinweisen, ohne Sätze vorzugeben.
Wie bereitest du einen Kunden vor, ohne ihm Sätze vorzugeben?
- Themen teilen, nicht Formulierungen. Der Kunde weiß vorher, worüber gesprochen wird, aber nicht, was er sagen soll.
- Nichts auswendig lernen lassen. Ein vorbereitetes Gespräch mit eigenen Formulierungen lässt mehr Raum für persönliche Antworten.
- Keine fertige Erfolgsgeschichte vorschreiben. Was der Kunde nicht selbst erlebt hat, gehört nicht ins Video, auch wenn es gut klingen würde.
- Zeit und Ruhe einplanen. Ein Gespräch in vertrauter Umgebung und ohne Zeitdruck bringt meist die natürlicheren Aussagen.
- Die Freigabe zusagen. Wenn der Kunde weiß, dass er die fertige Fassung vor der Veröffentlichung sieht, spricht er meist freier.
Was solltest du vor der Beauftragung klären?
Der Aufwand für eine Kundenstimme liegt zu einem guten Teil vor dem Dreh. Diese Punkte sollten vorab geklärt sein:
- Ziel und Einsatz. Soll das Video auf die Website, ins Angebot, in Social Media oder in Anzeigen? Davon hängen Länge und Fassungen ab.
- Wer fragt den Kunden an. In der Regel du selbst, weil du die Beziehung zum Kunden hast.
- Einverständnis. Kläre die Zustimmung zur Aufnahme und zur geplanten Verwendung. Haltet fest, wo das Video eingesetzt wird und in welchem Rahmen Name, Unternehmen und Logo gezeigt werden dürfen.
- Ort und Termin. Gut geeignet ist ein Ort, an dem der Kunde sich wohlfühlt und sein Umfeld sichtbar wird, etwa seine Geschäftsräume.
- Fassungen und Nutzungsrechte. Welche Fassungen du bekommst und wofür du sie nutzen darfst, gehört ins Angebot.
- Zeitplan. Als Orientierung rechne ich nach dem Dreh mit etwa fünf bis zehn Werktagen bis zur fertigen Kundenstimme. Hinzu kommen die Terminabstimmung mit dem Kunden und deine Freigabe.
Dein eigener Aufwand liegt vor allem darin, passende Kunden auszuwählen und anzufragen, den Termin abzustimmen und Feedback zu geben. Konzept, Drehplanung, Regie und Schnitt übernehme ich.
Wie wird aus einem Gespräch mehr als ein Video?
Aus einem Interview lassen sich mehrere Fassungen schneiden: eine längere für die Website oder das Angebot und kurze Ausschnitte für Social Media oder Anzeigen. Werden Hoch- und Querformat vor dem Dreh eingeplant, kann das Material für beide Fassungen beim selben Termin aufgenommen werden.
Kundenstimmen lassen sich außerdem gut mit einem Imagefilm kombinieren. Der Imagefilm zeigt dein Unternehmen aus deiner Sicht, die Kundenstimme ergänzt die Sicht von außen. Welche Aufgabe die unterschiedlichen Filmtypen erfüllen, erklären die Imagefilm-Beispiele. Mehr zu meinen Leistungen findest du bei der Filmproduktion in Freiburg. Anzeigenbetreuung und Werbebudget werden bei Bedarf separat vereinbart.
Der nächste Schritt
Wenn du eine Kundenstimme planst, klären wir im kostenlosen Erstgespräch, welche Kunden sich eignen, wo das Video eingesetzt wird und welche Fassungen du brauchst.
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