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VideoproduktionManuel Hauer08. Oktober 2026

Videodreh im Unternehmen: So bereitest du den laufenden Betrieb vor

Was vor einem Drehtag in deinem Unternehmen geklärt sein sollte: Drehorte, Zeitplan, Menschen vor der Kamera, Einverständnisse und Sicherheit.

Person vor einer Filmkamera bei einer Aufnahme im Studio

Stockfoto: rawpixel.com / Magnific. Beispielhafte Darstellung, keine Aufnahme eines eigenen Kundenprojekts.

Ein Dreh im laufenden Betrieb gelingt, wenn drei Dinge vorher feststehen: welche Orte und Abläufe gezeigt werden, wer wann vor der Kamera steht und wer im Unternehmen für Zugänge und Rückfragen zuständig ist. Häufig lässt sich der Dreh in den Betrieb integrieren; einzelne Szenen können aber Unterbrechungen oder ruhige Zeitfenster benötigen. Die Drehzeiten müssen aber in ihn hineinpassen, und alle Beteiligten sollten wissen, was an diesem Tag passiert.
Konzept, Drehplanung, Regie und Postproduktion übernehme ich. Bei dir liegt vor allem die Organisation der Menschen und Räume. Dieser Beitrag zeigt, was dazu gehört.

Was muss vor dem Drehtag feststehen?

Grundlage ist der Drehplan. Er legt fest, welche Szenen an welchem Ort in welcher Reihenfolge entstehen und wer dafür gebraucht wird. Von deiner Seite sind dafür vor allem diese Angaben wichtig:
  • Drehorte: Welche Räume, Hallen, Außenbereiche oder Fahrzeuge dürfen gezeigt werden, und welche nicht?
  • Abläufe: Welche Arbeitsschritte sind typisch für dein Unternehmen und laufen an diesem Tag ohnehin?
  • Personen: Wer steht vor der Kamera, wer arbeitet im Hintergrund, wer möchte nicht im Bild sein?
  • Zeitfenster: Wann ist welcher Bereich gut zugänglich, wann ist es zu laut oder zu voll?
  • Ansprechperson: Eine Person, die am Drehtag erreichbar ist, Türen öffnet und kurze Fragen klärt.
Wenn diese Punkte vorab geklärt sind, kann der Drehtag sich auf die Aufnahmen konzentrieren statt auf Organisation.

Wie passt der Dreh in den Arbeitsablauf?

Am glaubwürdigsten wirkt ein Unternehmensvideo, wenn es echte Arbeit zeigt. Das heißt aber nicht, dass alles nebenbei passieren kann.
  • Ton bedenken. Für Interviews oder gesprochene Szenen braucht es einen ruhigen Ort und eine Zeit, in der keine Maschine, kein Telefon und kein Durchgangsverkehr stört.
  • Wiederholungen einplanen. Eine Arbeitsbewegung wird oft aus mehreren Blickwinkeln aufgenommen. Wer sie ausführt, sollte wissen, dass er sie unter Umständen mehrmals zeigt.
  • Kundenverkehr berücksichtigen. Kläre vorab mit der zuständigen Stelle, unter welchen Bedingungen erkennbare Kunden oder Besucher aufgenommen und gezeigt werden dürfen. Alternativ werden Zeiten gewählt, in denen sie nicht im Bild sind.
  • Pausen und Schichtwechsel kennen. Wer weiß, wann Pause ist oder die Schicht wechselt, kann um diese Zeiten herumplanen.

Wer steht vor der Kamera, und wie bereitest du die Menschen vor?

Viele Mitarbeitende stehen zum ersten Mal vor einer Kamera. Das ist kein Problem, wenn sie wissen, was sie erwartet.
  • Rechtzeitig informieren. Wer erst am Morgen erfährt, dass gedreht wird, ist selten entspannt.
  • Nichts auswendig lernen. Für Interviews reichen Themen statt fertiger Sätze. Wie ein Gespräch statt eines Skripts funktioniert, zeigt der Beitrag zum Testimonial-Video.
  • Kleidung abstimmen. Arbeitskleidung ist oft die beste Wahl, weil sie zur gezeigten Arbeit passt. Sehr feine Streifen oder kleine Karomuster können im Video flimmern und sind deshalb weniger geeignet.
  • Freiwilligkeit respektieren. Wer nicht im Bild sein möchte, wird nicht erkennbar aufgenommen. Dafür passen wir Bildausschnitt, Zeitpunkt oder Drehbereich an.

Welche Einverständnisse und Freigaben brauchst du?

Vor dem Dreh sollte geklärt sein, wer im Bild sein darf und wofür das Material verwendet wird. Das betrifft Mitarbeitende ebenso wie Kunden oder Besucher, die erkennbar zu sehen sind. Welche Freigaben oder Einwilligungen für Erfassung und Veröffentlichung erforderlich sind, klärst du mit der Stelle, die in deinem Unternehmen für Datenschutz zuständig ist.
Darüber hinaus lohnt ein kurzer Blick auf alles, was nicht ins Bild gehört: Bildschirme mit Kundendaten, Dokumente auf dem Schreibtisch, Whiteboards mit internen Zahlen oder Kennzeichen von Fahrzeugen. Was nicht gezeigt werden darf, lässt sich vor dem Dreh einfacher wegräumen als später herausschneiden.
Welche Nutzungsrechte du am fertigen Video erhältst, also für welchen Einsatz, wie lange und in welchem Gebiet, wird im Angebot festgelegt.

Was gilt für Sicherheit und Zugang?

In Produktionsbereichen, Lagern oder auf Baustellen gelten eigene Regeln. Vor dem Drehtag sollte feststehen:
  • ob eine Sicherheitsunterweisung nötig ist und wer sie durchführt,
  • welche Schutzausrüstung im Bild und hinter der Kamera getragen werden muss,
  • welche Bereiche nur mit Begleitung betreten werden dürfen,
  • wo Technik abgestellt und Kabel geführt werden können, ohne Wege zu blockieren.
Diese Punkte stimmen wir mit der zuständigen Ansprechperson im Unternehmen ab, die die örtlichen Regeln und Zuständigkeiten kennt. Sind sie geklärt, wirkt das auch im Video: Schutzausrüstung, die korrekt getragen wird, gehört zu einem glaubwürdigen Bild der Arbeit.

Wie könnte ein Drehtag aussehen?

Ein Planungsbeispiel: Angenommen, ein Handwerksbetrieb mit Werkstatt und Büro möchte einen Unternehmensfilm, in dem die Arbeit in der Werkstatt, ein Gespräch mit der Geschäftsführung und eine Szene beim Kunden vorkommen.
Ein möglicher Ablauf:
  1. Vormittags in der Werkstatt, wenn dort ohnehin gearbeitet wird, mit Arbeitsszenen aus mehreren Blickwinkeln.
  2. Mittags im Büro, wenn es ruhiger ist, mit dem Interview der Geschäftsführung.
  3. Nachmittags beim Kunden, sofern der Kunde einverstanden ist und der Termin zum Drehtag passt.
Ob das an einem Tag zu schaffen ist, hängt von Wegen, Personen und Abläufen ab. Sollen am selben Tag auch Business-Fotos entstehen, brauchen sie eigene Zeitfenster. Mehr dazu im Beitrag Business-Fotos und Video an einem Drehtag.

Der nächste Schritt

Welche Vorbereitungen ich von dir und deinem Team brauche, klären wir vor dem Start gemeinsam. Im kostenlosen Erstgespräch geht es zunächst darum, was gezeigt werden soll und wie der Dreh in deinen Betrieb passt.
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