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VideoproduktionManuel Hauer08. Oktober 2026

Recruiting-Video: Arbeitgeberfilm oder Stellenvideo?

Wann ein Film dein Unternehmen als Arbeitgeber zeigen sollte, wann ein Video für eine konkrete offene Stelle besser passt und was beide brauchen.

Werkstattteam bespricht Arbeitsabläufe mit einem Tablet

Stockfoto: Drazen Zigic / Magnific. Beispielhafte Darstellung, keine Aufnahme eines eigenen Kundenprojekts.

Wenn du dauerhaft zeigen willst, wie es ist, bei dir zu arbeiten, kann ein Arbeitgeberfilm passen. Wenn eine bestimmte Stelle besetzt werden soll, kann ein Stellenvideo passen: auf die Rolle konzentriert und mit einem klaren nächsten Schritt für Bewerberinnen und Bewerber. Beide Videos können aus einer gemeinsamen Planung entstehen, haben aber unterschiedliche Aufgaben. Wer sie vermischt, bekommt oft einen Film, der für die Karriereseite zu speziell und für die Stellenanzeige zu allgemein ist.

Worin unterscheiden sich Arbeitgeberfilm und Stellenvideo?

Der Arbeitgeberfilm

Er stellt dein Unternehmen als Arbeitgeber vor: Werte, Arbeitsweise, Team und Arbeitsumfeld. Weil er nicht an eine einzelne Stelle gebunden ist, kann er über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden – solange Arbeitsumfeld, Aussagen und gezeigter Betrieb aktuell bleiben und die vereinbarten Rechte und Einwilligungen die weitere Verwendung abdecken. Typische Einsatzorte sind die Karriereseite, Vorstellungsgespräche, Präsentationen oder Social Media. Seine Aufgabe ist, dass sich passende Menschen dein Unternehmen als Arbeitsplatz vorstellen können.

Das Stellenvideo

Es bewirbt eine konkrete Rolle: Was sind die Aufgaben, mit wem arbeitet man zusammen, was wird erwartet und wie bewirbt man sich? Die Länge richtet sich nach den Fragen zur Rolle. Aktuell bleibt es, solange die gezeigte Stelle und ihre Bedingungen stimmen. Typische Einsatzorte sind die Stellenanzeige, Social Media und bezahlte Anzeigen. Seine Aufgabe ist, dass Interessenten einschätzen können, ob Aufgaben und Arbeitsbedingungen zu ihnen passen.

Was sollte ein Recruiting-Video zeigen?

Bewerberinnen und Bewerber wollen vor allem wissen, worauf sie sich einlassen. Ein Recruiting-Video ist dann hilfreich, wenn es diese Fragen ehrlich beantwortet:
  • Echte Arbeitsplätze und Aufgaben. Die Werkstatt, das Büro, die Baustelle oder das Lager, so wie sie im Alltag aussehen.
  • Menschen aus dem Team. Kolleginnen und Kollegen können Aufgaben und Arbeitsalltag in eigenen Worten verständlich machen.
  • Was den Arbeitsalltag prägt. Zum Beispiel Einarbeitung, Zusammenarbeit im Team oder typische Abläufe, soweit sie für die Stelle wichtig sind.
  • Eine Ansprechperson. Gerade beim Stellenvideo hilft es, wenn erkennbar ist, wer die Bewerbung liest.
Was nicht hineingehört: Versprechen, die im Alltag nicht eingehalten werden, und gestellte Szenen, die mit der echten Arbeit wenig zu tun haben. Ein Recruiting-Video, das mehr verspricht als der Betrieb hält, kann Erwartungen wecken, die später enttäuscht werden.

Wie sieht ein Film mit Arbeitgeberbezug aus?

Ein Beispiel aus meinen Projekten ist der Unternehmensfilm für Hauerpräzision mit einer Laufzeit von 1:01 Minuten. Er bringt Stärken und Werte des Unternehmens auf den Punkt und richtet sich an Neukunden und Fachkräfte gleichermaßen. Zu sehen sind technische Fertigung, Bauteile und Menschen bei der Arbeit.
Unternehmensfilm für Hauerpräzision ansehen
Der Film ist ein Unternehmensfilm mit Arbeitgeberbezug, kein Stellenvideo und keine Recruiting-Kampagne. Er zeigt, wie ein Film beide Zielgruppen erreichen kann, wenn die Arbeit selbst im Mittelpunkt steht. Soll zusätzlich eine bestimmte Stelle besetzt werden, wäre ein eigenes Stellenvideo der direktere Weg.

Lassen sich beide Videos gemeinsam planen?

Ja, wenn die beiden Aufgaben von Anfang an getrennt gedacht werden. Ein Planungsbeispiel: Angenommen, ein Metallbaubetrieb sucht zwei Monteure und möchte gleichzeitig auf seiner Karriereseite zeigen, wie im Betrieb gearbeitet wird.
Dann könnte die Planung so aussehen:
  1. Ein Arbeitgeberfilm für die Karriereseite, der Werkstatt, Montage und Team zeigt und ohne Bezug auf eine bestimmte Stelle auskommt.
  2. Ein kurzes Stellenvideo für die Monteurstelle, in dem ein Kollege aus der Montage den Arbeitsalltag beschreibt und die Ansprechperson zu sehen ist.
  3. Hoch- und Querformat, falls das Stellenvideo zusätzlich in Social Media oder Anzeigen laufen soll.
Ob sich das an einem gemeinsamen Termin umsetzen lässt, hängt von der Zahl der Drehorte, der beteiligten Personen und den Abläufen im Betrieb ab. Das klären wir vor dem Dreh. Worauf du im Betrieb selbst achten solltest, steht im Beitrag zum Videodreh im Unternehmen.

Wer spricht vor der Kamera?

Häufig kommen in Recruiting-Videos Mitarbeitende zu Wort. Damit das natürlich wirkt, helfen ein paar Grundsätze:
  • Freiwilligkeit. Wer nicht vor die Kamera möchte, muss nicht. Wenn niemand sprechen möchte, lassen sich Aufgaben auch durch freigegebene Arbeitsszenen, Texte oder eine andere Erzählform vermitteln.
  • Gespräch statt Skript. Wer auswendig gelernte Sätze aufsagt, klingt auch so. Ein vorbereitetes Gespräch mit offenen Fragen lässt Raum für natürliche Aussagen in eigenen Worten. Wie das bei Kundenstimmen funktioniert, beschreibt der Beitrag zum Testimonial-Video; das Prinzip lässt sich auf Mitarbeitende übertragen.
  • Nutzung vorab klären. Mit der zuständigen Stelle im Unternehmen werden Erfassung und Veröffentlichung abgestimmt. Dazu gehört auch die Frage, wie lange das Video mit einer Person genutzt wird und was gilt, wenn sie das Unternehmen später verlässt.

Wo läuft das Video, und was beeinflusst den Aufwand?

Wo ein Recruiting-Video eingesetzt wird, bestimmt Länge, Format und Fassungen: auf der Karriereseite, in der Stellenanzeige, in Social Media oder in Anzeigen. Soll das Video in bezahlten Anzeigen laufen, ist die Anzeigenbetreuung eine separate Leistung, und das Werbebudget kommt getrennt hinzu. Was sich zwischen einem Beitrag und einer Anzeige in der Planung ändert, zeigt der Beitrag zu Social-Media-Videos als Beitrag oder Anzeige.
Den Aufwand bestimmen vor allem die Zahl der Stellen und Fassungen, die Drehorte, die Zahl der Personen vor der Kamera und die Frage, ob im laufenden Betrieb oder in Schichten gedreht wird. Als Orientierung rechne ich nach dem Dreh mit etwa zwei bis vier Wochen für Employer-Branding-Produktionen. Der Zeitplan für ein Stellenvideo wird passend zu Umfang und Freigaben vereinbart; zusätzliche kurze Fassungen werden dabei ausdrücklich eingeplant. Wie Preise bei Filmproduktionen zustande kommen, erklärt der Beitrag Was kostet ein Imagefilm?.

Der nächste Schritt

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob du dein Unternehmen als Arbeitgeber vorstellen oder eine konkrete Stelle bewerben möchtest, wer vor der Kamera stehen kann und wo das Video eingesetzt wird.
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